Was ist Painball?
Paintball ist in den 80er jahren in Amerika entstanden, als amerikanische Cowboys mittels Markiergeräten und Farbkugeln ihre Rinder markierten. Damals merkten die Cowboys, dass es viel lustiger ist, sich gegenseitig mit Farbkugeln zu markieren, als die Rinder...... somit war der Paintball-sport geboren. In Amerika zählt Paintball mittlerweile zu einer der meistgespielten Outdoor-sportarten. Auch in der Schweiz hat dieser Sport fuss gefasst und ist populärer denn je.
Es gibt diverse Paintball-varianten. Die bekannteste spielart ist "capture the flag" (= fahne erobern). Dabei werden zwei Teams gebildet, die gegeneinander antreten. Das ziel des spieles ist dabei, die gegnerische Fahne zu erobern und in die eigene Basis zurückzubringen, ohne markiert zu werden. Während des Spiels scheiden die markierten Spieler aus. Es gibt weitere Varianten, die sich jedoch im prinzip von der erstbeschriebenen nicht gross unterscheiden.
Paintball ist eine weltweit verbreitete Sportart mit unzäligen, Turnieren, Meisterschaften, ja sogar Welt-cups, alle basierend auf einem ausführlichen Regelwerk.
Mittlerweile ist der Paintball-sport weltweit etabliert und akzeptiert (sponsoren wie Coca-Cola und Sony sind keine seltenheit mehr). Um den Paintball-sport hat sich eine Industrie gebildet, die alle
bedürfnisse eines Paintball-spielers bzgl. Equipment, Bekleidung etc. abdeckt und keine wünsche offen lässt.
Paintball wird mittlerweile nachweislich weltweit in 104 Ländern gespielt. Alleine in den USA gibt es 16 Paintballmagazine mit einer monatlichen gesamtauflage von 420'000 ausgaben, 1'160 Shops, in denen Paintballartikel verkauft werden, 950 kommerzielle Spielfelder, 5'500 Paintball-turnierteams, 220 Paintball-ligen oder grössere Turniere und 105 Universitäten, die ein offizielles Paintball-team haben. (stand jahr 1999, es wächst und wächst immer schneller!!)
Paintball wird ausgetragen auf einem wald- oder einem aufblasbaren Sup'air Spielfeld - Teamwork, Strategie, Bewegung und Geschicklichkeit sind gefordert...Adrenalinschübe sind garantiert!!!
Technisches und Ausrüstung
Das Markieren erfolgt mittels einer Farbkugel („Paintball“) mit dem Kaliber .68 (d. h. Durchmesser 17,3 mm). Er besteht aus einer Gelatinehülle, die mit Lebensmittelfarbe gefüllt ist, und somit zu 100% biologisch abbaubar ist. Trifft der Ball auf ein Hindernis, so platzt er meistens auf und hinterlässt einen farbigen Fleck.
Um den Paintball zu beschleunigen, wird ein Markierer verwendet. Die Schussrate der Markierer kann theoretisch bis zu ca. 30–35 Bälle pro Sekunde betragen, wird aber durch technische Vorrichtungen beschränkt. Der hauptsächlich begrenzende Faktor bei der Schussrate besteht darin, dass nicht schnell genug Paintballs in den Schusskanal eingeführt werden können. Ursache dafür ist die mangelnde Festigkeit der Farbbälle. Diese zerplatzen sehr leicht wenn sie gedrückt werden (sie sind nur etwas fester als rohe Eier) und verkleben dann den Schusskanal, was zur Ladehemmung führt.
Als „Hopper“ wird der Munitionsbehälter bezeichnet, der sich meistens oberhalb des Markierers befindet.
Es existieren
- Schüttelhopper, die die Kugelzufuhr rein durch die Erdanziehungskraft gewährleisten bzw. durch Schütteln die Paintballs zum Nachrollen bringen und
- elektronische Hopper, die durch einen internen, elektrisch angetriebenen Quirl die Paintballs in Bewegung halten und ein Verstopfen verhindern.
- Eine Sonderversion der Hopper sind die so genannten „Forcefeeder“, bei denen die Munitionszufuhr nicht über die Schwerkraft erfolgt, sondern die Paintballs mit Kraft („Force“) in den Markierer gedrückt werden, um so sehr hohe Schusskadenzen zu erreichen. So werden 22 und mehr Balls per Second (Bälle pro Sekunde) möglich. Diese Variante ist meistens elektrisch, es gibt aber auch mechanische Varianten, bei denen eine Feder (wie bei einer Uhr) aufgezogen werden muss (Q-Loader).
Die Geschwindigkeit von Paintballs ist ausreichend, um den Spielern gefährliche Verletzungen im Gesicht zuzufügen. Daher ist das Tragen einer Schutzmaske auf dem Spielfeld erforderlich. Das verwendete Sicherheitsglas (meistens Lexan) des Sichtfensters ist so beschaffen, dass es der Bewegungsenergie der Paintkugeln widersteht.
Neben einem Halsschutz oder Kelkopfschutz werden oft Knie- und Ellenbogenprotektoren getragen, die besonders bei SupAir-Spielern auf hartem Hallenboden bevorzugt eingesetzt werden, um Hechtsprünge (genannt „Superman“) über Deckungen hinweg abzudämpfen.
Auch Handschuhe werden von vielen Spielern getragen, da die Hände, vor allem aber die Finger sehr empfindlich sind.
So wird auch von allen seriösen Spielfeldbetreibern verlangt, außerhalb des eigentlichen Spielfeldes ein Barrel Plug (deutsch: Laufstopfen) oder ein Laufkondom über den Lauf zu stülpen. Dieses Laufkondom hat den Zweck ein unbeabsichtigtes Auslösen eines Schusses abzufangen. So platzt die Paintball-Kugel in dem Laufkondom. Barrel Plugs werden immer häufiger nicht mehr akzeptiert, da diese sich nach einem oder zwei Schüssen lösen können. Die Laufkondome werden daher bevorzugt.

